Postnatale Chromosomenuntersuchung an Blut

Um eine Chromosomenuntersuchung durchführen zu können, müssen die die Zellen vital sein damit eine Zellkultur angelegt werden kann. Postnatale Chromosomenuntersuchungen werden für die konstitutionelle Chromosomenuntersuchung meist an Blutlymphozyten durchgeführt. Bei der venösen Blutentnahme darf das Blut nicht gerinnen und die entsprechenden Entnahmeröhrchen sind mit einem Antikoagulans versetzt, dass jedoch die Vitalität der Zellen gewährleistet. Das gleiche gilt auch für die Untersuchung von Knochenmarksaspiraten in der Tumorzytogenetik.
Das Antikoagulans der Wahl ist Heparin (Lithium- oder Ammoniumheparin), das über eine Bindung an Antithrombine zu einer Inaktivierung der Gerinnungsfaktoren führt. Ein weiterer Wirkmechanismus besteht darin, dass das Polyanion Heparin Ca-Ionen bindet, was ebenfalls gerinnungshemmend ist.

Venöse Blutentnahme

  • Entnahme immer möglich
  • Benötigte Menge 3–10 ml venöses Blut
  • Blut sofort in steriles Heparinröhrchen (vgl. Bild rechts, grüner Deckel, ansonsten (Heparinröhrchen vom Labor anfordern) geben und durch mehrmaliges Kippen gut mischen
  • Röhrchen mit vollständigem Namen und Geburtsdatum des Patienten beschriften
  • Sofort per Express oder Kurier zustellen
  • Wenn Zwischenlagerung notwendig, Material bis zum Versand im Kühlschrank (4ºC) aufbewahren

Auftragsformular

Auftrag Postnataldiagnose

Heparin-Probenröhrchen

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