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Die hypokaliämische periodische Paralyse (HypoPP) ist charakterisiert durch episodisch auftretende Muskellähmungen, die von einigen wenigen bis zu 24-48 Stunden anhalten und von einem Abfall des Kalium-Blutspiegels begleitet sind (Prävalenz ca. 1:100.000). Die Lähmungen betreffen oft alle Extremitäten gleichzeitig. Auslösende Faktoren sind kohlehydratreiche Mahlzeiten und Ruhepausen nach körperlicher Belastung. Die Krankheit setzt meist im zweiten Lebensjahrzehnt ein. Gelegentlich entwickeln Patienten mit hypoPP eine vakuoläre Myopathie, die später zur Ursache permanenter Muskelschwäche wird.
Die HypoPP wird autosomal-dominant mit speziell bei Frauen unvollständiger Penetranz vererbt. Etwa 70% der Fälle (= HypoPP1) haben Mutationen im CACNA1S-Gen (1q32), das für eine Untereinheit eines Muskel-Kalziumkanals kodiert. Etwa 10% der Fälle (= HypoPP2) haben Mutationen im SCN4A-Gen (17q23-q25), das für eine Untereinheit eines Muskel-Natriumkanals kodiert. Die elektromyographische Untersuchung unter Muskelbelastung zeigt eine fehlende Erregbarkeit der Muskelzell-Membran. Der Nachweis von Mutationen in einem der beiden Genen führt zur molekularen Klassifikation.
Kalium-Supplemente und/oder Behandlung mit Acetazolamid reduziert signifikant die Anzahl der Episoden und das Ausmass der Muskelschwäche.
Gezielte Hotspot-Mutationsanalyse im CACNA1S- und SCN4A-Gen bei hypokaliämischer periodischer Paralyse Typ 1 oder 2
EDTA-Blut minimal 1 ml
Weitere Angaben zu Präanalytik
2-3 Wochen
Bei medizinischer Indikation gemäss Tarif Analysenliste
Bitte verwenden Sie dieses Auftragsformular: Auftragsformular Molekulargenetik
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