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Das fortgeschrittene Melanom ist die tödlichste und aggressivste Form von Hautkrebs. Menschen mit metastasiertem Melanom haben typischerweise nur eine kurze Lebenserwartung. Neueste Studien haben gezeigt, dass bestimmte Medikamenten, sogenannte BRAF-Hemmer, die Ueberlebenszeit bei metastasierendem Melanom signifikant verlängern und zu einem Rückgang der Metastasen führen. Diese Medikamente wirken aber nur, wenn im Tumorgewebe im sogenannten BRAF-Gen bestimmte Mutationen nachweisbar sind.
Mutationen an der Aminosäureposition V600 des BRAF-Proteins werden bei etwa 50 Prozent der Melanomfälle beobachtet. Zudem findet man diese Mutationen auch häufig bei anderen Krebsarten (sporadisches Colon-Karzinom mit Mismatch-Repair-Defekten, niedriggradiges seröses Ovarial-Karzinom und papilläres Schilddrüsen-Karzinom). Andererseits schliesst eine negative BRAF V600-Tumorabklärung bei V.a. auf ein hereditäres Non-Polyposis-Colerektalen Karzinom (HNPCC) eine kausale Beteiligung der bekannten Mismatch-Repair-Gene (MLH1, MSH2 oder MSH6) weitgehend aus und auf die Abklärung dieser Gene kann verzichtet werden.
Nachweis oder Ausschluss von BRAF Exon 15 Mutation an Position V600
Restriktionsverdau/PCR und Schmelzkurvenanalyse (HRM) sowie Sequenzierung Exon 15 des BRAF-Gens
10-20 Mikrotomschnitte von histologisch verifiziertem Tumorgewebe (Bitte keine ganzen Paraffinblöcke einschicken)
Weitere Angaben zu Präanalytik
1-2 Wochen
Die Verrechnung (458 TP) erfolgt üblicherweise an das einsendende histo-pathologische Labor.
Bitte verwenden Sie dieses Auftragsformular: Auftragsformular Molekulargenetik
Andere Analyse: BRAF V600